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Abrasion
Begriff für den Abschliff der Kauflächen und
Füllungsoberflächen der Zähne durch natürliches Abarbeiten
oder Zähneknirschen. Geht mit
einer Senkung des Bisses der Zähne einher und muss
zahnärztlich behandelt werden.
Bakterien
Kugel-, stäbchen- oder schraubenförmige, einzellige
Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die keinen Zellkern
besitzen. Viele Bakterien sind für den menschlichen
Organismus lebenswichtig und ungefährlich (Darmbakterien).
Andere sind pathogen (krankheitserregend) und können dem
Menschen schaden. Die Mundhöhle wird von mindestens 5 x 1013
Mikroorganismen besiedelt, bisher wurden ca. 300
verschiedene Arten beschrieben. Für die Kariesentstehung
sind die Mutans-Streptokokken verantwortlich mit den
Hauptvertretern Streptococcus mutans und Streptococcus
sobrinus. In der Mundhöhle lebende Bakterien bilden mit der
Zeit fest haftende Beläge (Plaque) auf den Zahnoberflächen.
Bei Zuckerzufuhr (Kohlenhydrate) werden ständig Säuren
produziert, die den Zahn schädigen (Karies).
Stoffwechselprodukte der Plaquebakterien führen auch zu
Entzündungen des Zahnfleisches. Mit einem
Karies-Risiko-Test kann eine Speichelprobe auf
kariesverursachende Bakterien untersucht werden.
Brücke
Festsitzender Zahnersatz, der eine
entstandene Lücke zwischen zwei Zähnen überbrückt und vom
Restgebiss gestützt wird.
Demineralisation
allg.: Entkalkung, Verarmung an Mineralien z.B. Calcium und
Phosphor; hier: Entkalkung des
Zahnschmelzes, Herauslösen von Mineralien aus dem
Zahnschmelz durch Säure. und machen diesen porös.
Regelmäßige Anwendung von fluoridierten Zahnpflegeprodukten
hemmt die Demineralisation und fördert die Remineralisation
= Kariesschutz. In der Regel erfolgt durch die im Speichel
vorhandenen Mineralstoffe eine Remineralisation des
Zahnschmelzes. Ist die Balance zwischen Demineralisation und
Remineralisation gestört, entsteht
Karies.
Dentin
Zahnbein; gehört neben dem Zahnschmelz und dem Zahnzement zu
den Zahnhartgeweben und liefert den größten Anteil daran.
Das Dentin umschließt die Zahnpulpa
und ist im Zahnkronenbereich vom Zahnschmelz, im Bereich der
Zahnwurzel vom Wurzelzement überzogen.
Fissuren
Vertiefungen, Furchen auf den Kauflächen von Prämolaren und
Molaren.
Füllungen
Ersatz für Zahnsubstanz, die durch
Karies zerstört wurde.
Gingivitis
Zahnfleischentzündung, wird durch Stoffwechselprodukte von
Bakterien der
Plaque verursacht. Wichtigstes Merkmal der
Zahnfleischentzündung ist gerötetes und geschwollenes
Zahnfleisch, das bei mechanischer Reizung (z.B. Zähneputzen)
schnell blutet. Durch die konsequente Entfernung von Plaque
ist eine Gingivitis heilbar. Bei Nichtbehandlung einer
Gingivitis kann diese in eine
Parodontitis mit Abbau von Knochensubstanz übergehen.
Inlay
Einlagefüllung nach Abdruck; mit einem Inlay wird ein Zahn
verschlossen. Inlays werden entweder aus Edelmetall
gegossen, aus Porzellan gebrannt oder aus Kunststoff
polymerisiert und in die Kavität einzementiert.
Implantat
in Körpergewebe eingepflanztes Material. In der
Zahnheilkunde versteht man darunter künstliche Zahnwurzeln
zur Befestigung von Kronen, Brücken
und Prothesen. Im wesentlichen werden heute Implantate aus
Glaskeramik, Alu miniumoxyd-Keramik und beschichteten
Metallkörpern verwendet. Das Problem der
Gewebeverträglichkeit ist heute weitgehend gelöst.
Karies-Risiko-test
Untersuchung des Speichels auf Karies verursachende
Bakterien (Mutans-Streptokokken,
Laktobazillen).
Krone
Sichtbarer
Teil des Zahnes, der mit Zahnschmelz
überzogen ist. Kann ein kariöser Zahn nicht mehr durch eine
Füllung restauriert werden, muss eine Krone eingesetzt
werden. Eine künstliche, hülsenartige Auflage aus Keramik,
Kunststoff oder Metall ersetzt dann die natürliche
Zahnkrone.
Pado Test
Dieser neue Ansatz zur Bekämpfung der Zahnbetterkrankungen
hat in den letzten Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Er
geht davon aus, dass es einige genau bekannte und definierte
Bakterienarten sind, die zur
Parodotitis führen. Diese können wir mit einem speziell
dafür entwickelten Testverfahren (PadoTest) identifizieren.
Parodontitis
Entzündliche Zerstörung des
Zahnhalteapparates (Parodont). Führt ohne Behandlung zu
Zahnlockerung und schließlich zum Verlust des betroffenen
Zahnes. Die Parodontitis geht einher mit dem Auftreten
bestimmter Bakterien. Im Gegensatz zur
Gingivitis Zahnfleischentzündung) sind
Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel. Durch
professionelle Belagsentfernung, regelmäßige zahnärztliche
Kontrollen und gute Mundhygiene kann das Fortschreiten der
Entzündung verlangsamt bzw. aufgehalten werden.
Plaque
zäher, weißlicher Zahnbelag; setzt sich auf
den Zahnoberflächen vor allem am Zahnfleischrand entlang
fest. Plaque besteht zum größten Teil aus
Bakterien, in 1 mg nasser Plaque
findet man ca. 250 Millionen Bakterien. Plaquebedeckte Zähne
fühlen sich mit der Zunge stumpf, pelzig und rau an. Durch
gründliches Zähneputzen kann die Plaque entfernt werden.
Wird die Plaque nicht entfernt, entsteht Zahnstein, der sich
nicht mehr mit der Zahnbürste wegputzen lässt, sondern vom
Zahnarzt entfernt werden muss. Folgen von Plaque sind Karies
und Gingivitis,
Parodontitis.
Versiegelung
Verfahren zur Kariesvorbeugung; speziell
empfohlen für die Fissuren auf den
Kauflächen der Molaren. Die Versiegelung der Fissuren wird
vom Zahnarzt unter Verwendung eines speziellen Kunststoffs
durchgeführt. Versiegelte Zähne lassen sich leichter
reinigen und bleiben länger kariesfrei.
Wurzelkaries
Kariesform, die den ganzen Wurzelbereich
befallen kann. Die Zahnwurzel ist in gesundem Zustand vom
Zahnfleisch bedeckt. Bildet sich dieses zurück (z.B. im
Alter, oder bei falscher Putztechnik, Verwendung harter
Zahnbürsten und abrasiver Zahnpasten) kann es zu Karies im
Wurzelbereich kommen. Wurzelkaries führt häufig zum Verlust
des Zahnes. Mundhygiene mit fluoridierten
Zahnpflegeprodukten ist wichtig zur Vorbeugung von
Wurzelkaries.
Xylit
Zuckeraustauschstoff, der vielen
"Zahnpflegekaugummis" zugesetzt wird. Hemmt das Wachstum von
Kariesbakterien, und ist somit wirksam in der Prävention von
Karies.
Zähneknirschen
gr. Bruxismus; Bezeichnung für häufig
unbewusstes, nächtliches Aufeinandereiben des Ober- und
Unterkiefers. Kann zu Schädigungen an Zähnen und
Kiefergelenken führen. Die Ursachen sind noch ungenügend
geklärt, vermutet wird Stress als Hauptauslöser.
Zahnhals
vom Zahnfleisch bedeckt; Übergang zwischen
dem Zahnkrone und der Zahnwurzel.
Zahnkrone
Corona dentis, der oberhalb des Zahnfleisches
liegende Teil des Zahnes. Von
Zahnschmelz überzogen.
Zahnpulpa
Zahnmark; In die Pulpa ziehen durch die
Wurzelspitzen zahlreiche Blutgefäße und feinste Nervenenden.
Die Pulpa ist vom Zahnbein (Dentin) umgeben.
Zahnschmelz
Substantia adamantina, auch Enamelum;
emailleartiger Überzug der Zahnkrone. Der Zahnschmelz, der
aus Schmelzprismen aufgebaut ist, ist die härteste Substanz
in unserem Körper. Der Zahnschmelz besteht zu 98 % aus
Mineralstoffen (Calcium und Phosphat), die ihm die extreme
Härte verleihen.
Zahnstein
verkalkte Plaque; durch
Einlagerung von Mineralstoffen aus dem Speichel in die
Plaque kommt es zur Verkalkung und Entstehung von Zahnstein.
Bildet sich verstärkt an den Innenseiten der Schneidezähne
im Unterkiefer, da hier die Unterkieferspeicheldrüsen in die
Mundhöhle münden. Zahnstein ist mit der Zahnbürste nicht
mehr zu entfernen, sondern muss vom Zahnarzt bzw. von der
Zahnmedizinischen Fachangestellten mechanisch entfernt
werden.
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